Landschaftspflege mit echten PS

Warum Arbeitspferde

Arbeitspferde haben im Vergleich zu modernen Maschinen viele Vorteile. Sie verbrauchen keine fossilen Brennstoffe, die bei Unfällen ins Erdreich gelangen können. Sie verdichten den Boden nicht wie schwere Maschinen, was in sensiblen Bereichen im Naturschutz ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.

Ausserdem wird durch die Nutzung der Arbeitspferde dieses Kulturgut vor dem Aussterben bewahrt und das Wissen für nachfolgende Generationen erhalten. Wir sind ständig bemüht, neue sinnvolle Aufgaben für unsere “Dicken Mitarbeiter” zu finden. Dabei hat das Wohl der Pferde oberste Priorität.

Heide entkusseln

Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide sind die Pferde die ideale Besetzung um unerwünschten Kiefern- und Birkenaufwuchs einschliesslich der Wurzel zu entfernen und so ein Wiederausschlagen zu verhindern. Mit gut ausgebildeten Pferden sind dabei respektable Leistungen zu erreichen.

Unschlagbar sind die Arbeitspferde, wenn es um Vermeidung von Bodendruck und die Schonung der Heide geht. Besonders in touristisch stark frequentierten Bereichen werden die Arbeitspferde besser akzeptiert als Maschinen, die durch die Heide fahren.

Rodung von Traubenkirschen

Im Wald überzeugen die Pferde bei der Bekämpfung der Traubenkirsche durch ihre Wendigkeit und ihre Bodenschonung. Selbst wo es für große Maschinen zu eng wird, kann mit den Pferden gearbeitet werden.

Mähen von Grünland und Naturschutzwiesen

Durch das langsame Mähen von naturnahen und Naturschutzwiesen haben dortige Tiere eine wesentlich größere Chance zu überleben, da es anders als bei modernen Schleppermähwerken zu keiner Sogwirkung kommt.

Ausserdem kommt es durch die Technik des Doppelmessers zu einem besseren Wiederaufwuchs, da die Pflanzen ähnlich wie bei einer Schere, gerade abgeschnitten und nicht wie bei Rotations- mähwerken abgeschlagen werden. Je nach den Begebenheiten sind durchaus Flächenleistungen von bis zu 0,5 Hektar pro Stunde zu erreichen.